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paul vom hof über die stadt und den rest

20040414

07 April 2004

Berlin ist mit Nachwuchspolizisten überfüllt, „Jugend trainiert für Afghanistan“ – die große Geber-Konferenz ist gerade in der Stadt. Ich habe mich schon mindestens dreimal in die Ecken urbaner Überlebensschancen geworfen - gar keine Splittergranate will mich treffen - die jungen Schutzbeamten verstehen mein Bemühen, ich bin sicher!

Vor der Gedächtniskirche verströmen die Holzbänke in der Frühlingssonne den vertrauten Geruch nach Pisse. Auch hier ein Unterschied zu den In-Vierteln Prenzlauer Berg und Mitte: Die stinken in der Ostersonne intensiv nach Hundkot.

Die Stadt taut auf und wirft ansonsten mit Blumenkübeln und Pflanzerde um sich. Hier am Zoo hält der Geruch nach Pissoir weder Touristen, noch postpunkige Jugendliche davon ab, sich auf den städtischen Bänken niederzulassen. Vielleicht verbinden die Hauptstadt-Besucher ja diese diskrete Süße mit Metropole, nehmen sie gar nicht wahr, oder was weiß ich.

Meine letzten Punks habe ich neulich im noblen Zehlendorf gesehen – zumindest die Preis-Etiketten hatten sie von den Lederjacken entfernt. Die Punks hier am Zoo sehen nur unwesentlich verwahrloster aus. Ob sie ein Sozialamt schon einmal von innen gesehen haben – ich bezweifle es ebenso, wie ich darin eine Verbesserung erkennen kann.


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