paul vom hof über die stadt und den rest
20040720
Freitag, 16. Juli 2004
Immer wieder gerne genommen: die letzte Seite des Tagesspiegels. Bundespräsident Horst Köhler besteht darauf, 1943 im polnischen Skierbieszow geboren worden zu sein. Dass seine Mutter im Geburtsregister St.Pölten als Ort der Niederkunft angegeben hat, lag an den „Belastungen der Polen-Zeit". Sie seien „nicht freiwillig hierher gekommen", so Köhler weiter. Dabei hatte sich die SS doch alle Mühe gegeben, als sie den Ort 1942 von polnischer Bevölkerung säuberte um Platz für deutsche Umsiedler zu schaffen. Dennoch lässt Köhler wissen: „Wir wollen Geschichte nicht umschreiben." Angesichts der Aktivitäten der preußischen Treuhand freut man sich schon beinahe. Stattdessen schenkt Köhler Polens Cheffe Kwasniewski einen Fußball. Diesen deutschen Exportschlager zur Europameisterschaft 04 erwähnte Köhler schon in seiner Antrittsrede - der Mann befindet sich in permanenten diskursiven Kreisverkehren.
Auch bei Willy Brandt fragte sich die Öffentlichkeit, was der Mann 1943 getrieben hat – der Tonfall war ungleich rauer. Auch Willy Brandts Geburtsurkunde weist mit dem Namen „Herbert Ernst Karl Frahm" eine Frage auf, 1943 war Brandt zudem norwegischer Staatsbürger. Köhlers „Basta" zur Geschichtsschreibung hat mit einem Kniefall allerdings so viel zu tun, wie Angela Merkel mit der Mehrwert-Theorie - Oder mit Domenika.
Immer wieder gerne genommen: die letzte Seite des Tagesspiegels. Bundespräsident Horst Köhler besteht darauf, 1943 im polnischen Skierbieszow geboren worden zu sein. Dass seine Mutter im Geburtsregister St.Pölten als Ort der Niederkunft angegeben hat, lag an den „Belastungen der Polen-Zeit". Sie seien „nicht freiwillig hierher gekommen", so Köhler weiter. Dabei hatte sich die SS doch alle Mühe gegeben, als sie den Ort 1942 von polnischer Bevölkerung säuberte um Platz für deutsche Umsiedler zu schaffen. Dennoch lässt Köhler wissen: „Wir wollen Geschichte nicht umschreiben." Angesichts der Aktivitäten der preußischen Treuhand freut man sich schon beinahe. Stattdessen schenkt Köhler Polens Cheffe Kwasniewski einen Fußball. Diesen deutschen Exportschlager zur Europameisterschaft 04 erwähnte Köhler schon in seiner Antrittsrede - der Mann befindet sich in permanenten diskursiven Kreisverkehren.
Auch bei Willy Brandt fragte sich die Öffentlichkeit, was der Mann 1943 getrieben hat – der Tonfall war ungleich rauer. Auch Willy Brandts Geburtsurkunde weist mit dem Namen „Herbert Ernst Karl Frahm" eine Frage auf, 1943 war Brandt zudem norwegischer Staatsbürger. Köhlers „Basta" zur Geschichtsschreibung hat mit einem Kniefall allerdings so viel zu tun, wie Angela Merkel mit der Mehrwert-Theorie - Oder mit Domenika.
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